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Gien France

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Gien France - Geschichte und Quellen
der Inspiration für Gien Faïence
Die Faienceries de Gien ist der hochangesehenste Hersteller von Fayence Keramik in Frankreich. Ihre Geschichte ist fast 200 Jahre alt.
Ihm Jahr 1821 wurde die Manufaktur von Thomas Hall gegründet, einem Engländer, der in Frankreich feines Keramik Geschirr für den Englischen Markt herstellen wollte.

Gien Fayence bezieht seine Inspirationen aus vielen Quellen, z.B. Muster aus Rouen des 18. Jahrhunderts, Italienischen Design, Steingut aus Delft, englisches Wedgwood und Design aus dem Fernen Osten.

Heute lassen sich Gien's Künstler und Designer von der reichen Vergangenheit der Gien Fayence inspirieren, um zeitgemässe Dekore zu entwickeln.

Die niedrige Brenntemperatur von Gien France Geschirr ermöglichen lebhafte, warme Farben, die bei höheren Temperaturen verbrennen würden.
 

Der Ursprung von Fayence

Entdeckt in Ägypten im Jahre 2700 years BC, wurden die ersten Objekte aus Fayence auf eine Glasur direkt auf die Kerami aufgetragen. Islamische Töpfer entwickelten die Technik weiter.

Die Produktion von "glasierten Töpfereien" verbreitete sich im ganzen byzantinischen Reich. Später wurde die Majolika daraus, dann weiter bis zur heutigen Fayence. Der Name stammt aus der einflussreichen Stadt Faenza in Italien, wo eine berühmte Manufaktur stand.

Während des 15. Jahrhunderts malten die italienischen Keramiker direkt auf die ungebrannten Teile, hauptsächlich in den Farben gelb und violett.
Diese italienischen Töpfereien waren sehr begehrt, als dekorative Objekte ebenso wie auf aristokratischen Tafeln und als Gefässe für Apothenken.

The Renaissance

Während der Renaissance wurden die Formen immer komplexer, und die Stile immer hochentwickelter, wie z. B. der "isoriato" Stil, der benutzt wurde, um wichtige Ergeignisse oder Geschehnisse zu dokumentieren und zu illustrieren. Sie wurden von aristokratischen Familen wie z.B. die Medicis in Auftrag gegeben.

Während des Barock (1570 to 1650), konnte erstmals in Faenza eine komplett weisse Glasur hergestellt werden. Das bedeutete, dass das Design eleganter wurde und neue Farben wie Blau und weitere Gelbtöne und orange möglich wurden

Mit dieser Fayence wurde Geschirr aus Gold und Silber ersetzt:
Wasserkrüge, Kerzenleuchter, Flakons, "rafraîchissoires" ...
elabras, flasks.... Immer feiner wurden das Design, die möglichen Farben jedoch immer noch eingeschränkt.

Frankreich im 16. Jahrhundert

Die Produktion fon Fayence verbreitete sich besonders im 16. Jahrhundert in ganz Frankreich, beinflusst von ihren italienischen Nachbarn.  Die Fayence Töpfer verbreiteten ihr Wissen in ganz Europa. So wurden manufakturen in Nîmes, Lyon und Rouen gegründet. Viele italienische Immigranten arbeiteten dort.


Ludwig XIV - der Sonnenkönig

Um seine Kriege und Eroberungen von 1689 bis 1709 zu finanzieren, ordnete Ludwig XIV an, alles Gold- und Silbergeschirr einzuschmelzen.
Es selbst ging mit gutem Beispiel voran und lies sein wertvolles Geschirr einschmelzen, um daraus Münzen prägen zu lassen. Sein Hofstaat hatte keine andere Wahl, als ebenso zu verfahren. Innerhalb einer Woche hatte der Hofstaat kein gutes Geschirr mehr.

Dies war die Gelegenheit für die Fayence Manufakturen: Das Steingut wurde auf den noblen Tische der Schlösser und des Adels benutzt.

Im Schloss von Versailles lies Louis XIV das Porzellan "Trianon" erbauen: Die Wände wurden mit blauen und weissen Fliesen der Keramik - Manufakturen von Nevers, Saint Cloud and Rouen dekoriert.
Später wurden grosse Wasserkrüge mit passenden Waschschüsseln in Auftrag gegeben. Dadurch wurde eine ganz neue Art von Objekten populär, die als so fein wie die Silber- und Goldobjekte galten.

Die Geschichte erzählt, dass Louis XIV bei weitem Faïence bevorzugte, vor seiner beindruckenden Sammlung von chinesischem Porzellan.

Das goldene Zeitalter von Faïence

Die Fayence Manufakturen gediehen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts sehr gut, viele Fabriken produzierten eine mannigfache Produktvielfalt und aussergewöhnliche Objekte.

Die Französische Revolution hatte das Ende des französischen Adels zur Folge. Die industrielle Revolution brachte mit sich, dass die französischen Manufakturen an Einfluss verloren. Sie wurden durch englisches Bone China abgelöst, das sich in Frankreich gut verkaufte.

Das 19. Jahrhundert brachte Fayence wieder in Mode: Die neue soziale Mittelschicht, die Bourgeoisie, bevorzugte wieder Fayence.

Historische Stile und Quellen der Inspiration für Gien Fayence

Gien France Dekore und Muster reflektieren die französischen und europäischen Keramik Stile des 17. 18. und 19. Jahrhundert, aber auch die Porzellanarbeiten aud Fernost.

Gien Fayence Interpretationen der Stile aus Rouen, Holländische Muster aus Delft, Italienische Majolika, Rosenknospen (Rosebuds) aus Marseille u.a. sin noch heute der Stolz der Faienceries de Gien. Sie sind im Gien Museum in Gien an der Loire zu besichtigen.

Rouannais Muster aus dem 18. Jahrhundert trugen zum Wachstum der Gien Herstellung zwischen 1860 und 1875 Produktion bei. Eines der bekanntesten Dekore ist Corne d'Abondance. Weitere schöne Beispiele aus dieser Zeit sind Motive der "ferronnerie" und "aux lambrequins", ebenso wie Blumenkorb Motive "au panier fleuri" und die ockerfarbenen Motive "à l'ocre niellé"
Der italienische Stil trug auch zum Erfolg von Gien France bei. Die Dekore waren beeinflusst von italienischer Majolika aus der Renaissance, insbesondere von Faenza, Urbino und Savona.
Ein hochdekorativer Stil mit vielen Madaillons, Liebespaaren, Grotesken, Gottheiten und floralen Motiven, oft auf weissem, schwarzen, grauen oder braunem Hintergrund.
Inspirationen kamen auch aus den Niederlanden und seinem Steingut
aus Delft:
Grosse Blumenblüten, Fanane, Zweige, chinesische Motive, immer in Blau und Weiss.

Englisches Wedgwood Porzellan beeinflusste Gien Fayence mit ihren Arbeiten in bläulichen Weiss und malvenfarbenen Blau.
Der Ferne Osten hat auch seinen Platz in den Arbeiten der Gien Fayence Keramik ind er Zeit von 1866 bis 1871.

Das sogenannte "japanischen" Design ist charakterisiert durch Vögel mit glänzenem Gefieder, Pfirsichblütenzweige in voller Blüte  - auf  leuchteden Hintergründen von Türkis, Gelb, Braun oder Weiss.  Auch die Formen wurden beeinflusst durch Adaptionen chinesicher Keramik und Porzellan.

Das Gien Museum

Die Faienceries de Gien eröffneten das Gien Museum im Jahr 1986 und verzeichnet mehr als 40,000 Besucher im Jahr. Es befindet sich in einem alten Gewölbe aus Lehm, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde.

Das Gien Museum zeigt die Geschichte von Gien mit Arbeiten von 1821
bis heute.

Zwei Räume, einer davon ein Speisezimmer aus dem 19. Jahrhundert, zeigen beliebte und künstlerische Fayencen, darüberhinaus spektakuläre Stücke, die für mehreren Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts kreiert worden waren.

Das Gien Museum befindet sich in Gien, France, 78, Place de la Victoire.
 

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Text und Design: Erika Brown;   © Copyright 1998 - 2008 Brown GmbH - All rights reserved.